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WIRD GERNE ENTGEGEN GENOMMEN
UPDATE:
22.04.2012 16:08:26
Entwarnung an der Fulle?
Ramsauer will Schleuse erhalten
Sanierungsfall: die
Fuldaschleuse in Kassel. Foto: Soremski
Kassel.
Wenn das keine gute Nachricht für alle Freunde der
Fulleschifffahrt ist: Bundesverkehrsminister Dr.
Peter Ramsauer hat sich während einer
Pressekonferenz auf EXTRA TIP-Anfrage klar und
deutlich zur Instandhaltung der Stadtschleuse
geäußert.
Vereine atmen auf
„Wir werden die
Wasserstraßen ohne Frachtverkehr nicht vor die Hunde
gehen lassen. Reparaturen werden weiter gemacht. Die
Instandhaltung machen wir weiter – ohne Wenn und
Aber.“ Entwarnung also für die Personenschifffahrt
und die wassersporttreibenden Vereine. Die hatten
lange genug um die Instandhaltung der Schleuse
gezittert. Schließlich hätte eine Stillegung
weitreichende Folgen. „Die Regattastrecke wäre ohne
Ausbaggern schon nach kurzer Zeit nicht mehr nutzbar
gewesen. Hochwasser hätten eindeutig schlimmere
Auswirkungen“, hatte „Kommodore“ Jan Hörmann schon
seit einiger Zeit immer wieder gewarnt.
Auf EXTRA TIP-Initiative haben die
wassersporttreibenden Vereine im Vorjahr während des
Zissels eine Abendausfahrt mit 110 Schiffen
durchgeführt. Maßnahmen, die auch in Berlin nicht
ungehört verhallt sind. Dr. Peter Ramsauer hat als
Gast der Verkehrsministerkonferenz aber auch andere
Entscheidungen seiner Länderkollegen zur Kenntnis
genommen, die er seinen Ministerialbeamten auf den
Tisch legen kann.
QUELLE: ETRA TIP KASSEL VOM 22.04.2012
Ramsauer über Stadtschleuse:
Können keine Freizeitkapitäne finanzieren
Kassel. Verkehrsminister Peter
Ramsauer macht Kassels Wassersportlern kaum
Hoffnung: Er habe schon zu wenig Geld für den
notwenigen Ausbau der wichtigen Wasserstraßen in
Deutschland, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag
während der Konferenz der Verkehrsminister von Bund
und Ländern in Kassel.
Instandhaltung werde es in seinem
Zuständigkeitsbereich weiter geben, sagte er ohne
diese Aussage zu konkretisieren. Und außerdem
könnten ja auch die Länder Flussstrecken übernehmen
- da habe sich aber noch niemand gemeldet.
Freizeitkapitäne und
Wassersportler hatten gegen die für 2016 angedrohte
Schließung protestiert. Es wird auch befürchtet, dass
der flussaufwärts gelegene Teil der Fulda teilweise
versanden könnte, weil das Baggerschiff des Wasser- und
Schiffahrtsamtes nach der Sperrung der Schleuse diesen
Teil nicht mehr befahren kann, um Schlamm und Treibgut
auszubaggern. Das Verkehrsministerium hatte kürzlich
mitgeteilt, die Sanierung der Kasseler Schleuse koste
sechs Millionen Euro - dieses Geld habe man nicht.
So funktioniert die Schleuse
Fotos
Die knappen Mittel zur Unterhaltung der Wasserstraßen
müssten konzentriert werden, daran ließ der
Bundesverkehrsminister keine Zweifel. Von insgesamt 7300
Schiffskilometern werde auf 2100 Kilometern praktisch
keine Fracht bewegt. Der Investitionsbedarf etwa an
Schleusen des Rheins oder am Nordostseekanal, beide von
Frachtern extrem befahren, sei hingegen riesig.
Was wird aus Mündener Amt?
Die 190 Beschäftigten des
Wasser- und Schifffahrtsamtes in Hann. Münden haben noch
ganz andere Sorgen als die Kasseler Schleuse - die
Zukunft der Behörde, die auch die Fulda in Kassel
betreut, steht in den Sternen. Zur Neuklassifizierung
der Bundeswasserstraßen und zur Reform der Wasser- und
Schifffahrtsverwaltung soll ein Bund-/Länderbericht im
Mai vorgelegt werden.
Schließt Ramsauer auf
Ämterebene, sprich in Hann. Münden, Schließungen und
Kündigungen aus? Etwas ausschließen, so der CSU-Politker
auf HNA-Nachfrage, das mache er prinzipiell nie: „Sie
können ja auch nicht ausschließen, gleich auf der Treppe
zu stolpern!“ Wo geschnitten wird, wie stark und nach
welchen Vorgaben, verriet gestern in Kassel keiner der
Minister. Noch ist nicht klar, welche Rolle außer der
Frachttonnage andere Kriterien spielen werden - die
touristische Nutzung zum Beispiel oder Projektgüter,
also großvolumige und überschwere Spezialtranporte, wie
sie die Maschinenbaufirma Richter aus Hess. Lichtenau
über die Weser bewegt.
Quelle:
HNA Vom 20.04.2012
Niestetaler Nachrichten
23.Februar 2012
Marode Kasseler
Stadtschleuse: Was wird aus der Fulle?
Kassel. Was wäre, wenn die Kasseler
Stadtschleuse, die vermutlich nur noch bis zum Jahr 2016 halten wird, danach aus
Geldmangel zugeschüttet würde? Wenn auch die Fulda nicht mehr unterhalten und
ausgebaggert würde, um das Flussbett freizuhalten? Antworten auf diese Fragen
lassen sich bislang nur erahnen.
Bislang gebe es keinen vergleichbaren Fall eines
nicht mehr bewirtschafteten Flussabschnitts, sagt
eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums. Eine
solche „Priorisierung“ wie jetzt geplant habe es
vorher noch nicht gegeben. Gemeint ist das seit
Monaten heiß diskutierte Modernisierungskonzept des
Verkehrsministeriums in Berlin. Damit werde ein
langfristiger Prozess in Angriff genommen, um das
zur Verfügung stehende Geld zielgerichtet
einzusetzen.
Bislang ist der Fulda-Abschnitt
zwischen Hann. Münden und Kassel (bis zur Neuen Mühle)
noch eine Bundeswasserstraße. Das könnte sich nach der
Neubewertung, die derzeit im Ministerium in Arbeit ist,
ändern. Denn für Bundeswasserstraßen, auf denen jährlich
weniger als 100 000 Tonnen Fracht bewegt werden - das
trifft für Kassel zu - will der Bund künftig für Ausbau,
Unterhaltung und Betrieb nicht mehr zahlen.
Bislang war aus Berlin aber zu
hören, dass man der Fulda einen touristischen Nutzen
zubillige. Auf diese Weise könnte es möglich sein, den
Fluss als Sport- und Freizeitstätte sowie
Tourismusfaktor zu nutzen. Gleiches trifft auf
Oberweser, Werra und Lahn zu. Aber: In welcher Form und
welchem Umfang solch touristisch genutzte Wasserstraßen
vom Bund unterstützt werden, ist derzeit noch offen. So
ist auch denkbar, dass es aus Berlin überhaupt kein Geld
für die touristisch genutzten Flüsse gibt.
Würde die Fulda zu einer
„Restwasserstraße“ herabgestuft, wäre der Fluss in
absehbarer Zeit nicht mehr schiffbar. Ein solches
Schicksal soll zum Beispiel auch der Aller, der Wümme,
dem Lampertheimer Altrhein, dem Havelkanal und der Saale
drohen.
Wie im Allerlauf, wo vier
Schleusen und Wehranlagen betrieben werden, die vor etwa
100 Jahren gebaut wurden, müsste auch die Kasseler
Stadtschleuse saniert werden. Diese ist seit 99 Jahren
in Betrieb und kann vermutlich noch bis 2016 Dienst tun.
Eine Sanierung mit Verkleinerung würde rund sechs
Millionen Euro kosten. Das ist Geld, das die
Schifffahrtsverwaltung des Bundes nicht zur Verfügung
stellen möchte. (hei)
Quelle: HNA
22.02.2012
Link zur HNA
Dramatische Folgen für
die Fulda: Kassels Schleuse vor dem Aus?
Kassel. Die Kasseler Schleuse müsste
nach Ansicht der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte in Hannover im Jahr
2016 aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden. Das hätte dramatische Folgen:
Die Stadt würde sozusagen ihren Fluss verlieren.
Der Wasserfestzug zum Zissel würde
wohl Vergangenheit sein, betroffen wären
Freizeitkapitäne (in der Region sind über 15.000
Motorboote registriert), Ruder- und Kanuvereine sowie
die Personenschifffahrt. Die Rehbein-Linie hat jetzt
schon das größte Schiff auf der Fulda, die „Deutschland“
verkauft. Die Schleuse könnte sehr wohl saniert werden,
verbunden mit einer Verkleinerung von heute 85 Meter
Länge auf 40 Meter.
Die Kosten: rund sechs Millionen Euro. Die
Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat aber dafür nur
eine Million zur Verfügung - fünf Millionen Euro
müssten vom Land Hessen oder der Stadt kommen. Geht
nicht, heißt es im Rathaus: Man könne nicht für
etwas bezahlen, das einem nicht gehöre. Die Schleuse
ist Eigentum der Bundesrepublik, die auch für den
Erhalt sorgen müsse
Quelle: HNA vom 21.02.2012 Link:
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel
Ein Dampfer ist schon weg
Kassel. Jens Rehbein von der
Personenschifffahrt Rehbein blickt gänzlich ohne Euphorie in die Zukunft. „Die
Fulda ist Endwasserstraße“, sagt er. Übersetzt könnte das heißen: Der Fluss
steht kurz vor dem Aus. Jedenfalls was die Personenschifffahrt mit
Ausflugsdampfern angeht.
Noch liegen
beide Söllner-Schiffe unter der Karl-Branner-Brücke:
Das Schiff „Stadt Kassel“ (links) soll nach der
documenta verkauft werden. Rehbeins „Deutschland“
ist schon weg. Foto: Fischer
Schon jetzt sieht es nicht
rosig aus: Die Rehbeins haben das größte Schiff auf der
Fulda, die „Deutschland“, verkauft. Sie fährt nun auf
der Saar. Ob der Verkauf mit der möglichen Stilllegung
der Schleuse zu tun hat? Die Pläne der Wasser- und
Schifffahrtsdirektion will Jens Rehbein nicht
kommentieren. „Ein Schiff reicht uns für die Fulda.“
Einmal in der Woche, immer am Donnerstag, wollen die
Rehbeins mit der „Europa“ in der Sommersaison von und
nach Kassel fahren.
Ist die Fulda vielleicht eines
Tage nicht mehr schiffbar, sieht Jens Rehbein die
Existenz der Firma gleichwohl nicht gefährdet. „Wir
haben unser zweites Standbein in Hann. Münden“, sagt er.
Dort biete man Rundfahrten mit der „Stadt Münden“ an.
Noch größer würden die Probleme
für die Personenschifffahrt Söllner sein. Auch hier wird
es an der Schlagd bald anders aussehen als bisher: Das
Schiff „Stadt Kassel“ wird verschwinden. Karola Söllner:
„Nach der documenta werden wir sie verkaufen.“
Die Aussicht, dass die Schleuse
vielleicht 2016 für immer geschlossen wird, erschüttert
Karola Söllner: „Das wäre dann das Ende für uns. Nach 45
Jahren.“ Dabei weiß die Unternehmerin, die mit ihren
Schiffen „Stadt Kassel“ und „Hessen“ vier Arbeitsplätze
erhält, dass allein eine Sanierung der Schleuse nichts
bringt: „Der Fluss muss auch unterhalten werden.“ Ufer
müssen repariert, die Fahrrinne muss ausgebaggert
werden.
Nur ein einziges Hochwasser
bringt so viel Sand mit, dass ein Fahren auf der Fulda
unmöglich sein wird. Der Sand lagert sich auf dem
Flussboden ab. Die mögliche Alternative für die Söllners?
„Ein Schiff als festliegendes Restaurant“, fällt Karola
Söllner dazu ein.
Aber diesen Plan scheint sie
gleich zu verwerfen. „Das hat doch keinen Charme. Man
will doch auf der Fulda fahren.“
Quelle: HNA vom
20.02.2012 Link:
Ein Dampfer ist schon weg
PDF
HNA
Niestetaler Nachrichten 16 Juni 2011
Niestetaler Nachrichten 23 Juni 2011
Niestetaler Nachrichten 30 Juni 2011
Niestetaler Nachrichten 07 Juli 2011
Niestetaler Nachrichten 21 Juli 2011
Niestetaler Nachrichten 28 Juli 2011
Niestetaler Nachrichten 11 August 2011
Auf den Sattel und ab an die Fulda

Freuen sich auf das 17. Sattelfest: (v.l.n.r.) Jan
Hörmann (Zweckverband Kasseler Sportschifffahrt), Dr. Walter Lübcke
(Regierungspräsident), Klaus Günther (Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe
Lohfelden-Fuldabrück) und Thomas Lenz (Agentur LENZevents, Organisation) Foto:
Soremski
Kassel.
In wenigen Tagen startet des 17. Sattelfest des Regierungspräsidiums Kassel. Am
Sonntag, 5. Juni, um 10 Uhr wird Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke gemeinsam
mit Unterstützern der Veranstaltung und Ehrengästen am Landhaus Meister in
Kassel Wolfsanger die Strecke zwischen Kassel und Hann. Münden für Radler,
Inliner, Rollifahrer und alle anderen freigeben, die aus eigener Kraft die Räder
rollen lassen. Einzige Ausnahme: E-Bikes.
Für den motorisierten Straßenverkehr ist die Strecke an diesem Tag gesperrt. Je
nach Wetterlage erwartet das Regierungspräsidium Kassel als Veranstalter wieder
zwischen 15.000 und 40.000 Besucher zu dem autofreien Tag auf der Straße.
In diesem Jahr hat sich eine besonders große Zahl von Unterstützern für das
Sattelfest gefunden. Ohne sie wäre diese Veranstaltung nicht möglich: Die Barmer
GEK, Continental, Fehr, HUK-Coburg, Kasseler Sparkasse, K+S, der NVV, die Firma
Sera, Städtische Werke Aktiengesellschaft, Volkswagen und Wintershall und
andere.
„Starke Unterstützung findet das Sattelfest auch bei DLRG, Feuerwehr und den
Wassersport treibenden Vereinen“, sagte Regierungspräsident Lübcke. Für
Unerschrockene (die Wassertemperatur der Fulda, derzeit rund 16° C, ist noch
steigerungsfähig) ist in diesem Jahr sogar ein Badebereich eingerichtet worden.
Flussbadeanstalt
Mitglieder der DLRG
Lohfelden-Fuldabrück und Vellmar errichten oberhalb der
Fahrgastschifffahrts-Anlegestelle Fuldatal/Simmershausen (Slipstelle) einen
Badebereich. Sattelfestteilnehmer können sich von 11 bis 15 Uhr in dem 15m x 15m
abgesicherten und bewachten Bereich der Fulda erfrischen. Es stehen sogar
Umkleidemöglichkeiten und Handtücher für Damen und Herren zur Verfügung. Zum
Verweilen können die Besucher das an Land stehende Holzschiff der DGS (Deutschen
Gesellschaft für Solarenergie) nutzen. Hier können Kinder auch ihre Gesichter
bemalen lassen.
Der Yachtclub Kassel (YCK), der Nautic Club und der Wassersportclub Alt Kassel
(WAK) bieten zum Sattelfest in der Zeit von 11 bis 16 Uhr Schleusenpassagen mit
ihren Schulungsbooten an der Staustufe Wahnhausen sowie Informationen zu den
Ausbildungsangeboten der Vereine (Sportbootführerschein Binnen und See,
Funkscheine für See- und Binnenfunk, Seenotsignalmittel) an.
Und damit alle ganz sicher sind, werden der Ortsverein Fuldatal der DLRG in
Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Simmershausen und Wilhelmshausen
während des Sattelfestes den Wasserrettungsdienst sicher stellen.
Es werden vier Boote eingesetzt, die jeweils mit Rettungsschwimmern, Sanitätern
und Bootsführern besetzt werden.
Nicht nur von Amts wegen ist auch die Wasserschutzpolizei an der Schleuse in
Wahnhausen vertreten. Sie gehört schon lange zu den Unterstützern des
Sattelfests. Von 12 Uhr bis 16 Uhr, können alle Interessierten an der Schleuse
Wahnhausen mehr über die Arbeit der Wasserschutzpolizei erfahren.
Fünf Etappenpunkte, Start und Ziel eingeschlossen, laden dazu ein, sich die
Strecke ganz nach Lust und Laune einzuteilen.
Viele Attraktionen und Informationen warten am Wegesrand: Aktionen rund ums Rad,
Fitnessaktionen, Kinderprogramme, Musik, Unterhaltung und, und, und…
ALDI-Aktion
Bundesweit sind sie in
allen ALDI-Märkten ausverkauft. Die Alu-City-Elektrofahrräder waren der
Verkaufsschlager der Saison. Und jetzt kommt der Knaller. Extra für das
Sattelfest ist es gelungen, noch einmal dreißig dieser so gefragten Fahrräder zu
bekommen. Und die gibt es am 4. Juni nur in einer Filiale: an der Fuldatalstraße
in Wolfsanger – für 699 Euro. Bis zu 50 Kilometer Fahrstrecke genießt der Radler
bei diesem Pedelec Unterstützung durch den Elektromotor. Der schaltet sich
übrigens ab 25 km/h ab. Auch für viel Fahrkomfort ist gesorgt. Ein
City-Gel-Sattel mit gefederter Patent-Sattelstütze, Alu-Federgabeln und ein
City-Cruiser-Lenker mit ergonomischen Lenkergriffen sorgen für entspanntes
Fahren.
QUELLE:
http://extratip.de/2011/06/01/auf-den-sattel-und-ab-an-die-fulda/
Redaktion
am
01/06/2011
|
Kategorie:
Lokales,
Nachrichten
Verkehrsminister will drei Wasser- und Schifffahrtsämter zusammenlegen
Rotstift bei Fulda-Hütern
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204.05.1104.05.11|Kassel
Kassel / Hann. Münden. Das Bundesverkehrsministerium plant, die Wasser- und
Schifffahrtsämter (WSA) Hann. Münden, Verden und Minden einschließlich der
Außenbezirke zusammenzulegen. Das könnte Auswirkungen auf die Fulda-Schifffahrt
haben. Unter anderem wird die Stadtschleuse in Kassel vom Wasser- und
Schifffahrtsamt in Hann. Münden betrieben. Das ist auch für die Staustufe
Wahnhausen zuständig.

Hochwasser im Januar: Unser Foto zeigt Schleusenwärter Herbert
Bunzendahl an der Kasseler Stadtschleuse. Er ist Mitarbeiter des Wasser- und
Schifffahrtsamtes in Hann. Münden. Archivfoto: Koch
Die Pläne zur Zusammenlegung gehen aus dem
Bericht des Ministeriums vom 28. April an den Bundestag zur Reform der Wasser-
und Schifffahrtsverwaltung hervor. Personalrat und die Vertrauensleute der
Gewerkschaft Ver.di schätzen, dass bei einer Umsetzung des Plans mindestens 100
der 190 Arbeitsplätze beim WSA Hann. Münden wegfallen.
Die Beschäftigtenvertreter kritisieren, dass
das Ministerium auch in diesem Bericht keine klare Aussage über die
Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter trifft. Das Ministerium hatte zugesichert,
es gebe keine betriebsbedingten Kündigungen. Der Haushaltsausschuss des
Bundestags hatte am 9. Februar beschlossen, bundesweit die Zahl der Wasser- und
Schifffahrtsämter mit ihren Außenbezirken deutlich zu verringern. Grundlage ist
ein Modernisierungskonzept des Verkehrsministeriums.
Minister Dr. Peter Ramsauer (CSU) will sparen
und nur noch in wichtige Wasserstraßen investieren. An Flüssen mit geringer
Verkehrsbedeutung sollen noch mehr Aufgaben an Privatfirmen vergeben werden.
Nur noch Wassertourismus
Fulda, Werra und Weser spielen in diesem
Konzept eine untergeordnete Rolle, sie sollen nur noch dem Wassertourismus
dienen. Die Chancen für die längst überfällige Sanierung der Kasseler
Stadtschleuse dürften durch die Sparpläne noch schlechter werden. Personalrat
und Gewerkschafter befürchten, dass durch die Privatisierung für die
Beschäftigten des WSA nur noch Restarbeiten übrig bleiben, die für die Firmen
nicht lukrativ sind. Die Beschäftigten haben Sorge, dass die Instandsetzung der
Bauten in und an Flüssen auf ein Minimum verringert wird. Diese Sorge teilt
neben den Betreibern der Fahrgastschiffe von Rehbein und Söllner auch der
Vorsitzende des Kasseler Yacht Clubs, Jan Hörmann.
400 Freizeitkapitäne
Er verweist darauf, dass allein im Kasseler
Stadtgebiet 400 Freizeitkapitäne einen Liegeplatz für ihre Boote hätten. Nach
dem Januar-Hochwasser sei es zum Beispiel nötig gewesen, den Schlamm unterhalb
der Staustufe Wahnhausen auszubaggern. „Wir hatten immer einen kurzen Draht nach
Hann. Münden, das könnte demnächst schwieriger werden,“ sagt er. Wasserstraßen
müssten ähnlich wie Autobahnen regelmäßig von Fachleuten gewartet werden. Je
weiter die weg seien, umso schwieriger sei es, schnell auf Störungen zu
reagieren.
Von Helmut Krischmann und Thomas Siemon
Quelle:
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/rotstift-fulda-huetern-1230380.html


Lokales
Schnellstens sanieren
Kassel.
Mit großer Besorgnis hat die Kasseler SPD-Fraktion in
der Stadtverordnetenversammlung die Nachricht aufgenommen,
dass eine Überprüfung der Stadtschleuse im kommenden
Frühjahr zu dem Ergebnis einer Sperrung führen könnte. „Eine
Sanierung der Stadtschleuse scheint dringend notwendig zu
sein, wenn die Überprüfungen aus Sicherheitsgründen in immer
kürzeren Abständen durchgeführt werden müssen. Dann muss die
Sanierung auch baldigst erfolgen“, so die Fraktionssprecher
für Stadtentwicklung, Wolfgang Rudolph, und für Verkehr,
Volker Zeidler. Dafür seien die erforderlichen Gelder vom
Bundesverkehrsministerium schnellstens zur Verfügung zu
stellen. Auf dieses Erfordernis müsse in den anstehenden
Verhandlungen zwischen der Stadt Kassel, dem Land Hessen und
dem Verkehrsministerium hingewiesen werden.
Eine Schließung der Schleuse hätte erhebliche Auswirkungen
auf Arbeitsplätze und den Tourismus. Die Personenschifffahrt
in Richtung Hann. Münden sei ein erheblicher
Wirtschaftsfaktor. Weit über 500 Fahrten nach Fahrplan
würden von beiden Anbietern an der Kasseler Anlegestelle pro
Saison durchgeführt, Sonderfahrten nicht gezählt. Entfiele
die Durchfahrt durch die Schleuse, würden bei entsprechender
Schließungsdauer nicht nur Arbeitsplätze in der
Personenschifffahrt gefährdet, sondern auch in der
Gastronomie bei Anlegestellen entlang der Fulda. „Eine
Flussfahrt durch das schöne Fuldatal nach Wahnhausen oder
Hann. Münden gehört zu den touristischen Glanzpunkten der
Stadt“, erklärt Wolfgang Rudolph. „Dies darf nicht aufs
Spiel gesetzt werden - bis zum documenta-Jahr 2012 muss die
Sanierung erfolgt sein“. Rudolph verweist auch auf die
Folgen für die über 400 Sportboote-Skipper, denen durch eine
Schleusensperrung der beliebte Weg fuldaabwärts verwehrt
bliebe.
„Anzustreben ist die Durchführung der Sanierung außerhalb
der Haupt-Saisonzeiten, also zwischen Oktober und April.
Optimal wäre es, die Sanierung bereits im kommenden Frühjahr
durchzuführen“, so Volker Zeidler, „ansonsten spätestens ab
Herbst 2011“. Die Ergebnisse der vom Wasser- und
Schifffahrtsamt in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zur
abschnittsweisen Grundinstandsetzung müssten zeitnah
vorgelegt werden. Die notwendigen Arbeiten sollten dann
zügig vonstattengehen. Noch mit Schrecken, so Zeidler,
erinnerten sich die Schifffahrtsgesellschaften an die lange
Bauzeit von 13 Jahren an der Schleuse Wahnhausen.
Lesen Sie dazu:
|
Aus dem
Archiv der ExtraTip Mediengruppe.
vom 17.11.2010
Schifffahrt adé?
Von RAINER HAHNE
Kassel.
Was waren das noch für Zeiten, als zwei Passagierschiffe in
die Schleuse Kassel fahren konnten. Waren? Ja, es sieht
nicht gut aus um die Stadtschleuse. „Es kann gut sein, dass
wir sie im Frühjahr schließen müssen“, verlautet es aus dem
Wasser- und Schifffahrtsamt HannMünden.
Kontrolle
jedes Jahr nötig
„Normalerweise wird
eine Schleuse alle sechs Jahre kontrolliert“, erklärt Katrin
Urbitsch, Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes. „Das
können wir in Kassel nicht mehr riskieren. Wir haben auf
jährliche Kontrolle umgestellt. Im Frühjahr müssen wir sogar
die Tore aus dem Wasser heben, um sie zu kontrollieren. Die
Statik der Schleuse lässt es nicht mehr zu, sie innen
trocken zu legen. Die Vereine und die Personenschifffahrt
sind über die Situation informiert, aber offensichtlich
glaubt noch niemand so recht,
dass wir die Schleuse wirklich schließen könnten.“
Bislang, so Urbitsch, habe ihre Behörde es immer geschafft,
die Schleuse in Betrieb zu halten. Doch das werde von Jahr
zu Jahr schwerer. „Wir würden sie gern wieder instandsetzen,
aber es stehen keine Mittel zur Verfügung. Das wäre das Ende
der Fahrgastschifffahrt.“
Gutachten
soll Klarheit bringen
Zur Zeit habe man
ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob auch eine
kleinere Schleuse eingebaut werden kann und was das kostet.
Seit einigen Jahren arbeitet die Maschinenfabrik Richter
aus Hessisch-Lichtenau daran, die Fulda, von vielen als
„feuchter Waldweg“ verspottet, als Wasserstraße zu erhalten.
„In einer ersten Stufe wollen wir erreichen, dass HannMünden
als Umschlagplatz ausgebaut wird“, erläutert Joachim Krauss
den aktuellen Stand der Planungen. „Wir haben uns einen
Schubleichter gesichert, der bis dahin fahren kann.“
In einem zweiten Schritt soll überlegt werden, ob man
gemeinsam mit anderen Firmen eine noch kleinere Einheit in
Auftrag geben könne, die aus Kassel Lasten abholen - bis
acht Container - und bis HannMünden bringen könne. Bis 150
Tonnen schwere Gussteile könnten dann im Kasseler Hafen
umgeschlagen und problemlos über die Straße bis Heli
transportiert werden.
Ob das der Stadtschleuse weiterhilft, ist völlig offen. „Der
Hafen ist unterhalb der Schleuse. Das weiß man auch im
zuständigen Ministerium“, halten sich die Hoffnungen von
Katrin Urbitsch in eng gestecktem Rahmen.
Ein runder Tisch soll weiterhelfen.
Lesermeinungen zu diesem Artikel
(Lesermeinungen sind keine
redaktionellen Meinungsäußerungen)
|
EXTRA TIP VOM 08.08.2004

HNA
ZEITUNG VOM 12 JULI 2010

Geführte Bootstour auf Oberweser und Fulda vom
07. – 19. Mai 2010

Bombe in der Fulda gefunden
Quelle:http://www.hessennews.tv/hessenreport/56-blaulicht-report/904-bombe-in-der-fulda-gefunden.html
Montag, den 20. September 2010 um
16:36 Uhr
Etwa gegen
15.30 Uhr kam die Meldung über das
Wasser- und Schifffahrtsamt an den
Kampfmittelräumdienst der Fund einer
Fünfzentnerbombe. Der Blindgänger
soll laut ersten Erkenntnissen der
Wasserschutzpolizei im Bereich der
Hafenbrücke bei Bootsbaggerarbeiten
gefunden worden sein. Sie wurde im
Bereich der Alten Schleuse
Wolfsanger zur Entschärfung am Ufer
abgelegt.
Polizeibeamte
der Polizeireviere Nord und Ost
sperren die Zufahrtswege und räumen
in einem Radius von 500 Metern die
Örtlichkeit. Betroffen davon sollen
auch zwei Wohnhäuser sein. Die
Fuldatalstraße wird aus Kassel
kommend in Richtung Hann. Münden in
Höhe der Metzelsteinstraße und von
Hann. Münden kommend in Richtung
Kassel an der B 3 im Schocketal
vollgesperrt.
Die
Wasserwege werden von der
Wasserschutzpolizei gesperrt.

19.10.2010

"Es kann doch nicht wahr sein, warum hat denn keiner was vom Konjunkturpaket etwas für die Schleusensanierungbeantragt."